Er – Fußpflege, ich – Phototour

Wie gut, dass heute ein wundervoller, sonniger Spätsommertag mit blauem Himmel und weißen Wolken war, da konnte ich mir die Wartezeit, bis mein lieber Mann mit seinem Fußpflegetermin fertig war, mit Photographieren verkürzen.
Das Viertel wo die Podologin ihr Domizil hat, ist aber auch wirklich schön.
Erst einmal bin ich bis zur St. Laurentius Kirche geschlendert.

Zitat: 1828 erwarb die Gemeinde auf Initiative des Pfarrers Stephan Oberrhé das so genannte Osterfeld westlich der Stadt und begann die Planungen für den Bau einer neuen Kirche. Am 10. August 1828 wurde der Grundstein durch den Kölner Weihbischof Karl Adalbert Freiherr von Beyer gelegt. Aufgrund großer technischer und finanzieller Schwierigkeiten verzögerte sich die Bauzeit und die Kirche wurde erst am 8. November 1835 feierlich eröffnet. Die Kirchenweihe erfolgte am 11. Juli 1847 durch den Erzbischof Johannes von Geissel.
Bei dem Luftangriff auf Elberfeld in der Nacht vom 24./25. Juni 1943 wurde die Kirche und ihre Einrichtung durch Brandbomben zerstört. Nach dem provisorischen Wiederaufbau durch die Gemeinde erfolgte mit dem Weihnachtsgottesdienst 1949 die Wiedereröffnung. Die endgültige Wiederherstellung zog sich bis 1974 hin.
Von 2007 bis 2009 wurde das Gewölbe saniert und die Kirche am 9. Mai 2009 durch Joachim Kardinal Meisner (Erzbischof von Köln) in einem Pontifikalamt wiedereröffnet.
Im Dezember 2013 wurde die St.-Laurentius-Kirche zur päpstlichen Basilica minor erhoben.

Mich interessieren solche Fakten, ich hoffe euch auch.
Die Kirche war sogar offen, also bin ich auch reingegangen. Ich bin kein Kirchgänger im üblichen Sinn, aber die Architektur und die Ausstattung von Kirchen gefällt mir.

Von aussen sehen Kirchenfenster meist so nichtssagend aus, aber von innen sind sie wundervoll, nicht war ?

Die Orgel ist auch beeindruckend,

und beim Beichtstuhl frage ich mich immer, was wohl dort alles gebeichtet wird.

Nebenan ist übrigens ein Beichtstuhl mit Sitzmöglichkeit. Ich dachte, dass man in jedem Beichtstuhl sitzen kann. Zumindest fand ich den Hinweis lustig, ein Beichtstuhl für die schnelle Beichte, quasi eine “to go- Beichte” und einen für ein langes Beichtregister ;o)

Ein letzter Blick auf den Altar

und raus in die Straßen rings um den Kirchplatz.

Manchmal braucht es nicht viel, was meine Aufmerksamkeit erregt, nur ein kleines, grünes Dingelchen am Wandhaken hoch oben,

ein paar alte Fensterläden,

Ladenschilder,

eine bunt bemalte Tür,

ein paar gesprühte Buchstaben,

oder ein umhäkelter Mast.

Was hier zusammengeschmiedet wird, weiß ich nicht,

und ob in dem Haus mit diesem Musikinstrument wirklich noch welche gebaut werden ebenso wenig.

Der Wandelgarten ist tatsächlich im Wandel von Spätsommer zu Herbst.

Die Rosen am Nachbarhaus blühen aber immer noch,

und die meisten Bäume haben immer noch ihr volles Laub, wie man sieht, auch wenn man es ob der vielen Blätter auf dem Bürgersteig kaum glauben mag.

Der alte Schuhabkratzer war mir auch ein Photo wert,

genauso das rote Tor.

Es wurde Zeit zurück zur Fußpflegerin zu gehen, die 3/4 Stunde war um. Und hat euch mein Streifzug gefallen ?

When September Ends

Eine neue Woche hat begonnen, die letzte ganze September Woche, die Zeit fliegt vorüber.
Eh man sich versieht, steht das Weihnachtsfest vor der Tür, Lebkuchen und co. kann man ja jetzt schon kaufen. Könnt ihr euch vorstellen, wie ich gerade den Kopf schüttle ob dieser Tatsache ?
Denn Weihnachten ist für mich noch in weiter Ferne, vorher passiert noch so einiges, wovon ich sicher hier und da berichten werde.
Am Wochenende hatte ich so einige Pläne, die dann buchstäblich ins Wasser fielen.
Also bin ich zuhause geblieben und habe gelesen, fern gesehen und gescrappt.
Im SBT Forum gibt es ja die eine oder andere Challenge, sei es der Sketch der Woche, der Endloslift, der Staffellift, der Onlinecrop-Lift oder die “Scrap ein Lied” Challenge.
Klar, dass ich da mitmache, habe ich doch früher jeden Montag gespannt auf den “Scrapping The Music” Song gewartet und dabei das eine oder andere Lied für mich entdeckt.
When September Ends von Green Day gehörte zwar nicht dazu, aber es passt so schön zu diesem Post.
Und auch I Say a Little Prayer For You von Aretha Franklin war nie dabei, dafür ist es zur Zeit bei “Scrap ein Lied” die Inspiration; der Vorschlag kam von mir, ich liebe den Song.
Eigentlich ist es ja ein Liebeslied, aber ich habe mich von der Liedzeile : The moment I wake up zu diesem Layout inspirieren lassen:

Und gleichzeitig ist es meine Umsetzung zum Sketch der Woche, diesmal von Claudia erdacht.

Und beim Onlinecrop gab es auch einen schönen Lift-Vorschlag von “Yellowpeep”.
Mein Lift dazu sieht so aus :

Auf dem Photo ist der gleiche kleine Junge wie auf dem ersten Layout. Die Photos sind jetzt 37 bzw. 34 Jahre alt, was uns wieder zu der Aussage bringt : die Zeit fliegt vorüber !

Jetzt ist es soweit,

…zwar noch nicht so ganz, aber seit heute ist mein Mann zu hause. Bis zum Ende des Monats hat er noch seinen Resturlaub und dann ist er Rentner.
Können wir uns in den nächsten zwei Wochen schon mal ans 24-Stunden-Zusammensein gewöhnen. Ich bin gespannt, wie wir die neue Lebensphase meistern.
Hobbies hat er ja Gott sei Dank genug, allerdings müssen wir uns ab sofort den PC teilen und ihr wisst ja selber, wenn man erst mal davor sitzt und hier klickt und dort klickt, sind ruckzuck zwei Stunden oder mehr vorüber. Andererseits komme ich so wieder mehr zum Lesen, Scrappen ( viel mehr darf es aber nicht werden, sonst weiß ich bald nicht mehr wohin mit all den Layouts ) und zum Spazierengehen. Das wiederum beschert mir dann mehr Photos, die verscrappt oder am PC katalogisiert werden müssen.

Zur Zeit versuche ich alte, schon vorhandene Photos auf Layouts zu bringen.
Für den neuen Staffellift habe ich Photos aus Berlin genommen, die ich 2006 bzw. 2007 gemacht habe. Eins mal so im Vorbeigehen und die anderen ganz gezielt. Berlin ist eine meiner Lieblingsstädte, man kann so viel entdecken, viel mehr als ich bei meinen Besuchen, die abrupt mit dem Fortzug meiner Tochter geendet haben, entdecken konnte. Und ganz ehrlich, so als Tourist macht man eben doch meist Touristen-Dinge, schlendert über den Ku-damm, besucht Museen, fährt mit dem Schiff über die Spree, treibt sich in Berlin-Mitte rum, geht durchs Brandenburger Tor, zum Alex, in die Hackeschen Höfe, auf den Gendarmenmarkt, zur East Side Gallery, usw.
Die Weltzeituhr stand natürlich auch auf meiner To-do-Liste.

Habe ich schon erwähnt, dass es toll ist einen – wenn auch alten – 12″ Scanner zu haben, kein Zusammenstückeln mehr, und dass an der Seite rechts und links 0,5 cm fehlen, ist nicht so schlimm. Sieht man halt das schwarze Washi mit den Pfeilen nicht, was soll´s.

Für den Sketch der Woche #36 und #37 habe ich meine Layouts auch fertig.
Die No. 36 kommt aus Utes Feder, die No. 37 hat Sabine gezeichnet.

SdW 36 – die Photos sind fast 28 Jahre alt


SdW #37 – dieses Photo ist ca. 50 Jahre alt

Das soll es für heute gewesen sein, nachher muss ich in die Muffin-Produktion einsteigen, weil es morgen noch ein Abschiedsfrühstück in der Firma geben wird. Für belegte Brötchen sorgt die Kantine, für die kleinen Kuchen bin ich verantwortlich.

Von 2 und 4, von groß und klein

oder Septemberphotos II.

Gestern war wieder mal einer der Tage, an dem das Wetter nicht weiß was es will. Erst ziemlich neblig und grau in grau, doch dann riss der Wolkenteppich auf und die Sonne kam hervor. Deshalb habe ich dann doch noch den geplanten Ausflug gemacht und mir viele Räder angesehen, von Motorrädern, Autos und Traktoren. Und eins hatten all die Räder gemein, sie befanden sich unter Oldtimern.
Eins der größten Räder war wohl dieses hier :

Der Traktor dazu stand gleich an der Einfahrt eines eigentlich viel zu kleinen Parkplatzes.

“Käfer” sieht man ja noch ab und zu auf den Straßen, aber einen mit “Brezel-Fenster” habe ich schon ewig nicht mehr gesehen.

Und dieser Ford scheint wohl eins der ältesten Exemplare auf dem Platz gewesen zu sein.

Ich kenne mich mit Automobilen leider nicht so gut aus, ich weiß nur, was mir gut gefällt. Dieser Rolls Royce gehört eindeutig dazu:

Vor allem die Kühlerfigur finde ich wunderschön.

Einen Opel Kapitän hat mein Vater auch mal gefahren, oder war es der Opel Admiral ??? Egal ob Kapitän oder Admiral, beides waren wahre Schlachtschiffe.

Der Ford Taunus 12m ist beinah genauso alt wie ich, er wurde zwischen 1959 und 1962 gebaut.

Der BMW, es könnte ein 326er sein, hat auch schon etliche Jahre auf den Achsen.

…und der kleine Steiff Teddy fährt immer mit.

In der BMW Isetta fuhr ein Wackel-Dackel mit.

In der Abteilung Traktor waren Hanomag

und Primus, MAN und Deutz, Porsche und noch viel mehr zu sehen.

Und bei den Zweirädern fiel mir dieses auf:

Nicht, weil es besonders schön wäre, aber die Fabrik, die es 1929 hergestellt hat, war quasi gleich nebenan meines Zuhauses.

Das waren jetzt also ein paar der Oldtimerphotos, weiter geht es mit meinen Layouts.

Staffellift #69

Nacharbeit für den ersten Onlinecrop

Auch die Vorgabe zum zweiten Online-Crop habe ich nicht sofort umgesetzt, ich kann nicht scrappen und schreiben und lesen ;o)

Beim dritten Onlinecrop habe ich es dann versucht, dieses Multi-Tasking-Ding, hat nur bedingt geklappt. Gescrappt habe ich am Abend, aber das Bla-bla zwischendurch blieb ziemlich auf der Strecke.

und zeitnahes Scrappen beim 3. Onlinecrop

und das neue Lied bei “Scrap ein Lied” habe ich auch als Inspiration genommen.

Und jetzt werde ich mich der Nahrungszubereitung widmen. Bis bald !

Septemberphotos I.

Meist denke ich dran, bei meinen Spaziergängen einen Photoapparat dabei zu haben, auch wenn ich “nur” in die Stadt muss, um einen Brief aufzugeben oder etwas einzukaufen.
So war ich zur Nahrungsbeschaffung unterwegs und hatte vorher vom “bunten Band” gelesen, das sich durch die Fußgängerzone zieht. Das machte mich natürlich ziemlich neugierig. Und weil es so ein schöner Tag war

das ist unser Rathaus,
habe ich mir ein wenig Zeit gelassen und den einen oder anderen Text gelesen, der auf diesem wahrlich bunten Band zu lesen war.

Nun weiß ich, dass die Ruhmeshalle in Barmen, heute ist es das Haus der Jugend mit Bibliothek, am 24.10.1900 eingeweiht wurde,
1907 leben 158.462 Menschen in Barmen, das damit Platz 29 von 42 deutschen Großstädten inne hatte. Von diesen 158.462 Menschen waren 1569 Textilarbeiter, dies wiederum brachte Barmen hinter Plauen auf Platz 2; die Nachbarstadt Elberfeld hatte nur 733 Textilarbeiter und nahm Platz 6 ein.
Am 5.08.1922 wurde Barmen durch die Eingemeindung der westfälischen Städte Langerfeld und Nächstebreck mit 187.100 Einwohnern größte bergische Stadt, die Langerfelder mussten sich trotz großer Ablehnung beugen.
1928 wurde das “Odin-Palast-Lichtspieltheater” an der Berliner Straße eröffnet. Ich kann mich noch daran erinnern, ich war einmal dort und habe einen Film gesehen, ich meine, es war “Schneewittchen” von Walt Disney. Heute ist von dem schönen Haus nicht mehr viel übrig, es wurde quasi zurück gebaut, der Stuck ist verschwunden und ein türkischer Supermarkt war jahrelang dort Mieter. Zur Zeit ist das Erdgeschoss leer und in den oberen Etagen sind ein paar Arztpraxen.
Am 1.08.1929 wurde durch die landesgesetzlich bedingte Vereinigung die Großstadt Elberfeld-Barmen gegründet, die bald darauf den Namen Wuppertal bekam.
Im Januar 1930 war die Fertigstellung der Betriebszentrale der Konsumgesellschaft “Vorwärts-Befreiung” auf Clausen. Später übernahmen die Milchwerke “Tuffi” und der Autozulieferer Happich das Gelände. Mittlerweile ist das Happich-Werk erst von der Becker Group und dann von Johnson Controls übernommen worden. Und 2016 schließt auch dieses seine Pforten.
Am 30.05.1943 legte ein 80 minütiger Bombenangriff Barmen in Schutt und Asche, 3400 Tote waren zu beklagen.
Am 25.06.1943 traf es dann Elberfeld.
Beim Sturmtief “Kyrill” am 18.01.2007 starben nur Bäume und die Stromversorgung war Stunden oder sogar Tage unterbrochen.
Ich finde solche “historischen” Zahlen immer interessant.

Hatte ich anfangs von einem schönen, sonnigen, blauhimmligen Tag geschrieben ?
Wie erstaunt war ich, die ersten Lebkuchen und Spekulatius in den Supermarkt-Regalen zu finden.

Dass es langsam Herbst wird, kann man ja sehen, aber Weihnachten ist es ja doch noch nicht !

Noch nutze ich die trockenen Tage für kleine Spaziergänge, längs der Wupper zwischen Beyenburg und Langerfeld

ein großer Pilz am Wegesrand

oder in der Solinger Fauna, einem zugegeben ziemlich kleinem Tierpark,
mit Nasenbären

Ziegen,

Lamas,

Erdmännchen,

zwei auf Wachposten

Kranichen,

Hühnern

und einem Wildgehege

Es gibt noch einen photoscheuen Luchs und ein Stachelschwein, Schafe, Meerschweinchen, Kaninchen, zwei Affen, Schildkröten, einen Uhu, einen Habicht, Enten, Schwäne und anderes Geflügel, eine Schlange und ein paar andere Reptilien; 700 Tiere – 200 Arten steht am Eingang.

Ich kannte die Fauna noch nicht, und war über ihre geringe Größe erstaunt. Mein Bewegungsdrang war nach einer Runde durch den Tierpark nicht gestillt, also bin ich über den “bergischen Wanderweg” nach Solingen Gräfrath und dort zur Bushaltestelle gelaufen.

Der Weg war schon recht herbstlich mit dem vielen Laub

und in der Altstadt wurden gerade die letzten Marktstände abgebaut. Das Lichterfest tags zuvor hatte ich leider verpasst, das wäre sicher sehr romantisch gewesen zwischen den alten Fachwerk- und Schieferhäusern.

Ja, so schön kann es hier sein, doch manchmal mag ich auch die hässlichen Seiten ablichten. Dann mache ich Photos von versifften Tunneln.


Diesen musste ich durchqueren, weil wegen einer Baustelle eine Brücke über die Wupper gesperrt ist. Der Umweg kostete mich circa 10 Minuten und schenkte mir einen schönen Blick auf die Wupper auf einer Fußgängerbrücke.

Ich bin gespannt, ob der September noch einige schöne Tage für schöne Spaziergänge bereithält.
Ihr werdet es bald erfahren.

Nebelschwaden

Gerade scheint die Sonne, hat sie gestern auch getan, aber morgens ist es total nebelig. Ich glaube, der Sommer ist vorbei und meine liebste Jahreszeit, der Herbst, hält Einzug. Ich habe auch schon die ersten bunten Blätter an den Bäumen gesehen, bald wird es wieder Kastanien “regnen”. Ich hoffe auf einen schönen Herbst mit ausgedehnten Spaziergängen.
Und weil es heute so richtig schön aussieht, werde ich wohl einen kleinen Spaziergang machen und die Kamera mitnehmen. Tage am Scraptisch oder PC werden demnächst noch genug kommen.
Zur Zeit scrappe ich meist abends. Dabei sind zwei neue Layouts mit alten Photos entstanden.
Für den Staffellift #67 habe ich ein Photo aus den 1960er Jahren – das ist jetzt mal geschätzt – genommen. Da das Photo Verwandte meines Mannes zeigt, kenne ich weder das genaue Datum oder den Anlass.

Und auch den Staffellift #68 habe ich fertig. Hier sind mir Datum und Anlass bekannt, habe ich die Photos doch selber geknipst.

Morgen ist der nächste Onlinecrop und ich will mein Glück noch einmal versuchen, das Scrappen und Schreiben und Lesen unter einen Hut zu bringen.